Zecken auf Katzen
Zecke auf einer Katze, an typischer Stelle über dem Auge
15. August 2021
Astrid Kurbjuweit
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2 Minuten

Katzen werden nicht ganz so häufig von Zecken gestochen wie andere Tiere. Katzen sind sehr reinlich und putzen sich viele Zecken aus dem Fell, während die noch auf der Suche nach einer geeigneten Stichstelle auf der Katze herumkrabbeln.

Das bringt allerdings ein gewisses Risiko für Katzenhalter mit sich. Katzen putzen sich häufig auf ihrem Lieblingsplatz, was oft das Sofa oder das Bett ihres Besitzers ist. Ihre Zecken lassen sie dann dort liegen. Der nächste mögliche Wirt für die Zecke ist dann der Mensch. Der übliche Hausputz mit Staubsaugen und Betten aufschütteln dürfte das Problem allerdings minimieren.

Zecken übertragen Krankheiten, an denen zumindest theoretisch auch Katzen erkranken können. In der Praxis kommt dies aber selten vor. Manchmal ziehen sich Katzen ihre Zecken auch selbst heraus. Je nachdem, wie gut sie die Zecken erreichen können.

Was in der Praxis häufiger vorkommt, ist eine lokale Entzündung an der Stichstelle. Dies kann auch passieren, wenn beim Versuch, die Zecke zu entfernen, der Kopf abgerissen wird und in der Wunde steckenbleibt. Dabei ist es egal, ob die Katze selbst versucht hat, ihre Zecke zu ziehen, oder ob der Mensch es war. Mit einer Zeckenzange oder einem vergleichbaren Gerät lassen sich „Unfälle“ dieser Art ganz gut vermeiden.

Aber auch wenn es passiert ist, und der Zeckenkopf steckengeblieben ist, oder sich die Stichstelle sonst entzündet hat, so ist das meistens nicht so schlimm. Sobald der Fremdkörper aus der Haut entfernt ist, sei es, dass er auf normalem Wege „herausgewachsen“ ist, oder dass die Katze durch Eiterbildung für die Entfernung gesorgt hat, geht die Entzündung schnell zurück. Wenn die Stelle schlimm aussieht, oder wenn man unsicher ist und meint, dass etwas nicht stimmt, kann ein Besuch beim Tierarzt Sicherheit bringen.

Ein Problem kann entstehen, wenn die Katze von vielen Zecken gestochen wurde und dann vielleicht erst nach Tagen heimkommt. Katzen sind relativ kleine Tiere, viele Zecken können zu einem ungesunden Blutverlust führen. Das gilt umso mehr, je länger die Zecken auf der Katze sitzen bleiben.

Grundsätzlich sind Zecken nur bei Freigängerkatzen ein Problem. Reine Wohnungskatzen haben kaum Möglichkeiten, sich Zecken einzufangen. Irgendwelche Maßnahmen sind also auch nur bei Freigängerkatzen notwendig.

Wenn man also auf seiner Katze eine Zecke findet, dann sollte man die schon herausziehen. Mithilfe einer Zeckenzange oder eines Zeckenhakens ist das keine große Sache und die Katze fühlt sich wohler. Wenn es in der Umgebung viele Zecken gibt oder die Katze häufig mit Zecken nach Hause kommt, dann kann eine Vorbeugung lohnen. Einige Flohmittel wirken auch vorbeugend gegen Zecken, es kann dann Sinn machen, sich für solche mit doppelter Wirkung zu entscheiden.

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Beitragsbild: thka/Shutterstock